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Die Mitglieder von Atlas Genius aus Adelaide/Australien, bevorzugen ungewöhnliche Methoden. Bevor sie überhaupt ihr erstes Konzert als Band spielen würden, bauten sie sich bereits ihr eigenes Studio, in dem sie ihre Songs schreiben und aufnehmen konnten. Zwei Jahre lang verbrachten Atlas Genius Tag für Tag auf der Baustelle, um ihre Vorstellung eines Traumstudios in die Tat umzusetzen. Abends spielten sie Songs von The Police, den Beatles oder den Rolling Stones in den Pubs ihrer Heimatstadt, um die Rechnungen bezahlen zu können. „Wir wurden wirklich gut im Wände verputzen und Boden verlegen“, erinnert sich Atlas Genius-Sänger/Gitarrist Keith Jeffrey. „Parallel nahmen wir uns immer wieder ein paar Tage Zeit, um uns aufs Songwriting zu konzentrieren.“ Sein Bruder und Schlagzeuger Michael Jeffrey fügt hinzu: „Wir hatten eine Menge Ideen, deshalb war es hilfreich, dass wir uns in unser eigenes Studio zurückziehen konnten, um dort zu experimentieren und an unserem Sound zu feilen.“ Beim Design und Ausbau konnten die Geschwister auch auf die Hilfe ihrs Vaters zählen, einem erfahrenen Veteran, der sich mit Musik und Produktion bestens auskennt. Bald nachdem das Studio fertig eingerichtet war, nahmen Atlas Genius bereits ihren ersten Song dort auf: „Trojans“. Das Stück wurde in Kooperation mit ihrem Freund Darren Sell geschrieben, einem Keyboarder, der auch an den Aufnahmen und der Produktion beteiligt war. Nachdem sie wochenlang an dem Lied gearbeitet haben, bestand Michael darauf, den Song endlich außerhalb der Studiowände aufzuführen. Innerhalb einer Stunde war „Trojans“ auf der Triple J Unearthed-Webseite, bei SoundCloud und stand via TuneCore bei iTunes, Amazon und Spotify weltweit zum Kauf bereit.

„Wir waren kurz davor, die Musik an den Nagel zu hängen und uns wieder an der Uni einzuschreiben, um eine realistischere Karriere anzustreben“, sagt Keith. „Hinter uns lagen endlose Tage und Nächte, an denen wir zunächst gearbeitet hatten und anschließend aufgetreten waren, und trotzdem hatten wir das Gefühl, nichts vorweisen zu können.“ Doch dann, mitten in den Vorbereitungen für ihre Abschlussarbeiten zum Sommersemester 2011, entdeckte „Neon Gold“ ihren Song auf der Triple J Unearthed-Webseite und verfasste daraufhin einen jubelnden Post: „Trojans“ würde sich nachhaltig „in deinem Kopf festzusetzen, clever verkleidet in aufrichtigem Gesang und Hook-beladenen Riffs“. Als die Band erstmals seit Wochen wieder ihr virtuelles Postfach leeren wollte, stapelten sich darin die Anfragen dutzender Plattenfirmen, Anwälte, Verlagen, Konzertveranstalter und Management-Firmen aus aller Welt, die bis dato vergeblich versucht hatten, Atlas Genius zu kontaktieren.

„Wir wollten uns eigentlich auf die Schule konzentrieren“, sagt Keith. „Aber das war unmöglich. „Also sagten wir uns: Hier ist offensichtlich etwas ins Rollen gekommen, konzentrieren wir uns also wieder auf unsere Musik.“ Die Band sicherte sich die Unterstützung des Managers Jonny Kaps von der Firma +1, der ihre Familie seitdem ergänzt und die Interessen der Band vertritt, damit die in Ruhe mehr Songs schreiben und aufnehmen kann.

Nachdem “Trojans” schnell zur “Single Of The Week” bei iTunes in Australien und Neuseeland gekürt wurde, stieg der Song im Mai 2011 auf Platz 4 bei Hype Machine. Im August hörte der SiriusXM-Satelliten-Ableger Alt-Nation das Stück auf einem Blog und entschied sich, ihn in die Rotation aufzunehmen. Die Reaktion der Hörer folgte prompt, warum sich der Sender im September entschied, “Trojans“ in auf Heavy Rotation zu schicken. Dort nistete sich der Song in den Top 5 der Alt 18-Hörercharts ein, wobei er im Januar 2012 über vier Wochen die Spitzenposition belegen konnte. „Trojans“ verkaufte sich wöchentlich mehr als 1.000 Mal auf iTunes und knackte bald die 45.000er-Marke – und das ohne jeglichen Promotionaufwand! Ein außergewöhnlicher Erfolg für eine Band, die noch nicht mal einen Plattenvertrag hat.

“Zu wissen, dass es dort draußen viele Menschen gibt, die auf neue Songs von uns warten, gab unserem Schaffen plötzlich einen konkreteren Sinn“, sagt Keith. „Uns bedeutete es viel, dass die Leute mehr Musik von Atlas Genius hören wollten.“ Obwohl viele Labels die Band beknieten, doch bitte in die USA zu kommen, um dort ein paar Showcases zu spielen, blieben die Jungs lieber in Adelaide, um dort neue Stücke zu schreiben und aufzunehmen. Im Februar 2012 reiste die Band schließlich nach Amerika, um dort nach langen Monaten der Verhandlungen via Skype ihre finale Labelentscheidung zu treffen.

„Wir waren zuvor noch nie in den Staaten“, sagt Keith. „Wir landeten in der Nacht, und unter uns sahen wir nur dieses Meer aus Lichtern. Da wurde uns erst bewusst, wie riesig dieses Land ist. Es war etwas beklemmend. Ich fragte mich, ob es uns gelingen würde, in diesem Ozean der Lichter ebenfalls leuchten zu können.“ Nach weiteren Verhandlungen reisten Atlas Genius im April 2012 erneut in die USA, um dort bei Warner Bros. Records zu unterschreiben. „Wir fühlten uns mit dem Label verbunden“, merkt Keith an. „Es sieht so aus, als wären die Leute dort sehr kreativ und gehen ähnlich leidenschaftlich an die Arbeit wie wir auch.“

Im Juni 2012 erschien eine erste EP bei ihrer neuen Plattenheimat, “Through The Glass” – produziert, bearbeitet und gemixt von der Band selbst. Nach der Fertigstellung er EP verkriechen sich Atlas Genius in ihrem Studio, um dort sowohl neue Songs für das bevorstehende Album zu schreiben, als auch parallel für ihre allererste Tournee zu proben. Diese begann im August 2012 und hat zur Folge, dass die Band bis Jahresende noch drei weitere absolvierte. In den Pausen zwischen den Konzertreisen arbeitete die Band weiter an ihrem Langspieldebüt, das kurz vor Weihnachten 2012 schließlich im Kasten ist. When It Was Now erschien in den USA am 19. Februar 2013, danach folgte auch der Rest der Welt.

Das Debüt bannt die einzigartige Kombination von anspruchsvoller Musik und dem warmen, wehmütigen Geist von Atlas Genius. Versetzt mit dem klassischen Gespür der Band, fügte sich jeder Song des Albums nahtlos ein in wohl gehütetes Mixtape voll zeitloser Musik. So harmonieren auf dem schillernden „Symptoms“ stramme Keyboards mit dringenden Akustik-Akkorden, bevor die Band aufbricht in einen frenetischen, gitarrengetriebenen Refrain. Der pulsierende Bass von „Back Seat“ vermischt sich dagegen mit einem süß-infektiösen Beat und sanften Vocals, die alternativ auch mal aufbrausen oder melancholisch seufzen können. „Trojans“ beginnt mit einer maßvollen Gitarrenmelodie und Gesang (“Take it off, take it in/Take off all the thoughts of what we’ve been”), bevor sich das Stück über einen harmonisch-hymnischen Refrain und eine satte, wuchtige Bridge seinem großen Finale nähert.

“Wir können noch immer kaum glauben, dass all das in den letzten 18 Monaten passiert sein soll”, sagt Keith, dessen Beatles-fanatische Eltern ihn und seinen Bruder bereits im Alter von 14 Jahren zur Musik finden ließen. „Natürlich hatten wir immer gehofft, dass wir mal soweit kommen würden, aber je älter wir wurden, desto unwahrscheinlicher wurde auch ein möglicher Erfolg. Als ‚Trojans’ erschien, dachten wir, es wäre schon ein tolles Ding, wenn das Stück wenigstens von ein paar Hundert Leuten gehört werden würde. Unser Ziel ist es, Songs zu schreiben, die wir lieben und von denen wir uns wünschen, dass sich andere damit identifizieren können. Den Leuten aufdrängen würden wir uns dabei aber nie.“

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